http://wera.cen.uni-hamburg.de/TRUMP_Bericht_Strom.shtml Last update: Wednesday, 25-Nov-2015 15:31:01 CET
 
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TRUMP: Gemessene Oberflächenströmungen

Um einen Überblick über die Zirkulation zu bekommen, sind die gemessenen Strömungsfelder typischen Windsituationen und Ausstromereignissen aus der Swina und dem Greifswalder Bodden zugeordnet worden. Es werden Westwindlagen, Ostwindlagen und sich schnell drehende Winde unterschieden. Der zum Vergleich verwendete Wind ist 1994 vom Deutschen Wetterdienst bei Arkona und für die anderen Meßkampagnen am Naturschutzzentrum in Karlshagen selbst gemessen worden.

Im Gegensatz zur Deutschen Bucht treten in der Ostsee keine Gezeiten auf. Die wind- und dichtegetriebene Zirkulation wird also von keinem starken Gezeitensignal überlagert. Geht man von einem hinreichend homogenen windgetriebenen Strömungsanteil aus, der dem gesamten Strömungsfeld überlagert ist, äußern sich die dichtegetriebenen Anteile, die hauptsächlich durch Eintrag salzarmen Wassers aus dem Greifswalder Bodden und der Swina entstehen, in den feineren Strukturen des Strömungsfeldes. Vereinfacht wird hier angenommen, daß sich salzarmes Wasser durch einen erhöhten Betrag der Strömungsgeschwindigkeit erkennen läßt.

Die räumliche Auflösung des CODARs konnte durch Verbesserungen in der Software verfeinert werden. Im Gegensatz zu früheren Berichten sind daher die gezeigten Strömungsfelder mit 2 km (statt 3 km) räumlicher Auflösung berechnet. Durch eine Farbcodierung des Betrages der Strömungsgeschwindigkeit können Strukturen im Strömungsfeld besser erkannt werden. Die Richtung ist durch Pfeile angegeben, die unabhängig von der Geschwindigkeit immer gleich lang sind. Dabei ist zu beachten, daß bei geringen Strömungsgeschwindigkeiten die Richtung mit größeren Fehlern behaftet ist. Der gezeigte Wasserstand bezieht sich auf den Pegel bei Koserow.

Eine erste ozeanographische Auswertung der Oberflächenströmungskarten zeigt annähernd homogene Strömungsmuster bei konstanten West- oder Ostwinden. Bei sich ändernden Winden wurden komplizierte Wirbelstrukturen beobachtet, die sowohl direkt durch den Wind, als auch durch angeregte Trägheitsschwingungen verursacht werden können. Eine Vektor-Kreuzkorrelation zwischen dem Windvektor und dem Oberflächenstrom zeigt hohe Korrelation (r=0,85) für geringe Verzögerungen zwischen Wind und Strömung (max. 1 Stunde) bei 28 Grad Richtungsdrehung zwischen Wind und Strömung in antizyklonalem Drehsinn.

Da der Windeinfluß auf die vom HF-Radar gemessene Oberflächenströmung groß ist, werden Winddaten aus dem Meßgebiet benötigt. Eine eigene Windmeßanlage wurde daher von uns im Frührjahr 1995 am Naturschutzzentrum in Karlshagen aufgebaut.


klaus-werner.gurgel@uni-hamburg.de
last update 17-Feb-1998
 
 
 
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